Unsere Franziskabibilothek in Ohnastetten

Ein besonderer Schatz

Etwas Besonderes ist unsere Franziskabibliothek in Ohnastetten. 

Sinn und Zweck der Bibliothek damals

Ohnastetten zählte im ausgehenden 18. Jahrhundert zu den ärmsten Pfarreien Württembergs. Das Anliegen der Herzogin Franziska war es, auch den Pfarrern in armen Gemeinden das nötige Rüstzeug für eine fundierte Bildung zur Verfügung zu stellen.

Deshalb gründete Franziska von Hohenheim für ärmere Pfarrgemeinden eine Stiftung. 1786 wurden erstmals Gelder zur Verfügung gestellt, dass für Ohnastetten Bücher angeschafft werden konnten. Bis 1922 wurden für die Franziska-Bibliothek Bücher angeschafft.

Bis dahin war die Bibliothek nicht nur eine große Bereicherung für die praktische Arbeit der Pfarrer in Ohnastetten. Berücksichtigt man die ärmlichen Verhältnisse um 1800 war diese Bibliothek wesentliche Voraussetzung für die seelsorgerliche Arbeit eines Pfarrers in Ohnastetten.

Aber auch die Pfarrer der näheren Umgebung konnten darauf gewinnbringend zurückgreifen.

Kirchenpolitisch war es sicherlich eine wirkungsvolle Maßnahme, öffentlich durch praktisches Handeln zu zeigen, dass man Nachteile kleiner und ärmerer Kirchengemeinden möglichst weitgehend ausgleichen wollte.

Wert heute

Heute steht weniger der praktische Zweck im Vordergrund. Manche der Bücher jedenfalls sind in Teilen überholt. Die Franziskabibliothek jedoch ist eine Fundgrube für religiöse und kirchgeschichtliche Forschungen, eine Erinnerung an die Arbeitsmittel früherer Pfarrer und eine historische Schatztruhe für eine kleine Kirchengemeinde.