Schulen müssen auf den Umgang mit Medien vorbereiten - Männervesper in Holzelfingen

Mit mehr als zehn Stunden durchschnittlicher Nutzung pro Tag bestimmen die Medien heute weitgehend den Alltag der Menschen. Darüber informierte der Journalist Marcus Mockler beim Männervesper in Holzelfingen. Die Zeiten, in denen Menschen in Deutschland im Internet surfen, Radio hören, TV schauen und Zeitungen und Bücher lesen, summierten sich tatsächlich auf diese hohe Stundenzahl. Mockler kritisierte, dass die Schule nur völlig unzulänglich auf den Umgang mit Medien vorbereite.

Der Redner ist selbst Journalist, Leiter des Evangelischen Pressedienstes (epd) in Baden-Württemberg, unter anderem als Prädikant engagiert in der Evangelischen Landeskirche in Württemberg sowie verheirateter Vater von acht Kindern. Er brach eine Lanze für gedruckte Informationen. Texte hätten eine sehr viel höhere Informationsdichte als etwa Fernsehsendungen. Außerdem emotionalisierten sie weniger – der Leser behalte mehr Distanz.

Medien böten Gefahren in Bereichen, in denen sich der Leser nicht auskenne. Wenn beispielsweise die Bundeskanzlerin einen neuen Minister vorstellte, könne man kaum beurteilen, wie geeignet die Person tatsächlich für dieses Amt sei. Doch aufgrund der Fernsehbilder setze sich ein Urteil fest, das sich nur schwer korrigieren lasse.

Da die Medien sehr häufig schlechte Nachrichten transportierten, weil das Interesse der Konsumenten daran laut Studien am höchsten sei, stellt sich laut Mockler die Frage: „Wie kommen wir zu guten Nachrichten?“ Er erinnerte daran, dass „Evangelium“ auf Deutsch „Gute Nachricht“ bedeute. Der Referent wies darauf hin, dass laut der Bibel Jesus Christus die heikelsten Fragen der Menschen gelöst habe, nämlich wie man Vergebung seiner Schuld bekommt, wie Gemeinschaft mit Gott wieder möglich ist und wie man zum ewigen Leben gelangt. Diese 2.000 Jahre alte Nachricht sei bis heute unübertroffen.

Veranstaltet wurde das Männervesper von der Männerarbeit im Evangelischen Kirchenbezirk Reutlingen. Zum nächsten Termin am Fr. 11. Oktober 2019, 19:00 Uhr in das Evangelische Gemeindehaus Trochtelfingen kommt Prof. Dr.-Ing. Gerhard Gruhler. Er wird sprechen über „Sind Elektrofahrzeuge die Lösung für Klimawandel, Diesel, Feinstaub und Schadstoffe?“.