Coronakrise: Aktuelle Informationen und Angebote

Corona und unser Gemeindeangebot

Wir beginnen wieder langsam mit den üblichen Veranstaltungen unserer Kirchengemeinde.

Geburtstags- und Jubiläumsbesuche bleiben vorerst ausgesetzt.

Gottesdienste feiern wir wieder. Am Eingang stehen Desinfektionsmittel bereit, zum Betreten der Kirche (nicht während des Gottesdienstes) bitten wir Sie, Gesichtsmasken zu tragen, Sie bekommen Plätze zugewiesen. Bitte bringen Sie nach Möglichkeit auch Ihr eigenes Gesangbuch mit.

Informationen der Landeskirche zu Corona und Ideen finden Sie hier.

Vielleicht hilft ja der Coronavirus auch uns als Gemeinde, dass wir das „nicht unbedingt Notwendige“ aussortieren und das „unbedingt Notwendige“ wieder konzentrierter in den Blick bekommen.

Das – oder besser „der“ – Notwendige ist Jesus Christus mit seinem Trost – und dem „Tröster“, das ist der Heilige Geist, den er uns verspricht. Paulus sagt es so:

„Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Barmherzigkeit und Gott allen Trostes, der uns tröstet in aller unserer Bedrängnis, damit wir auch trösten können, die in allerlei Bedrängnis sind, mit dem Trost, mit dem wir selber getröstet werden von Gott.“ (1.Korinther 2,3-4)

Mit freundlichen Grüßen, Sebastian Schmauder

 

Herr, wir bringen Dir alle Erkrankten und bitten um Trost und Heilung.
Sei den Leidenden nahe, besonders den Sterbenden.
Bitte tröste jene, die jetzt trauern.
Schenke den Ärzten und Forschern Weisheit und Energie.
Allen Krankenschwestern und Pflegern Kraft in dieser extremen Belastung.
Den Politikern und Mitarbeitern der Gesundheitsämter Besonnenheit.
Wir beten für alle, die in Panik sind. Alle, die von Angst überwältigt sind.
Um Frieden inmitten des Sturms, um klare Sicht.
Wir beten für alle, die großen materiellen Schaden haben oder befürchten.
Guter Gott, wir bringen Dir alle, die in Quarantäne sein müssen, sich einsam fühlen, niemanden umarmen können. Berühre Du Herzen mit Deiner Sanftheit.
Und ja, wir beten, dass diese Epidemie abschwillt, dass die Zahlen zurückgehen, dass Normalität wieder einkehren kann.
Mach uns dankbar für jeden Tag in Gesundheit.
Lass uns nie vergessen, dass das Leben ein Geschenk ist.'
Dass wir irgendwann sterben werden und nicht alles kontrollieren können.
Dass Du allein ewig bist.
Dass im Leben so vieles unwichtig ist, was oft so laut daherkommt.
Mach uns dankbar für so vieles, was wir ohne Krisenzeiten so schnell übersehen.
Wir vertrauen Dir.
Danke

(Text: Johannes Hartl)

 
 
 
 

Besondere Angebote unserer Gemeinden

Bücher werden zu Turm gestapelt

Andacht zum Nachlesen

Aktuelle Andachten können Sie hier weiter unten auf der Seite nachlesen.

 

Telefonandacht

Für Menschen, die in diesen Tagen nicht auch noch vor dem Bildschirm hängen wollen und gerne zum Telefonhörer greifen.

Oder für Menschen, die nur schwer ins Internet kommen, bieten wir eine Telefonandacht. Zu jeder Tages- und Nachtzeit können Sie unter der folgenden Telefonnummer anrufen. Sie hören dort eine Andacht  Minuten mit Gebet und Segen von Pfr. S. Schmauder.Dauer: Ca. 5-6 Minuten.

Gerne dürfen Sie diese Telefonnummer weitergeben:

07129/1319793

 

Gottesdienstübertragung am Telefon

Für diejenigen, die nicht in die Kirche kommen können, übertragen wir den Gottesdienst aus Holzelfingen am Sonntag per Telefon und Sie können live dabei sein. Als technische Voraussetzung benötigen Sie lediglich ein Telefon. Es entstehen Ihnen nur die normalen Telefongebühren für ein Ortsgespräch, bei einen klassischen Flatrate-Tarif also gar keine. Gehen Sie wie folgt vor:

1) Am Sonntag können Sie sich 5 - 10 Minuten vor Gottesdienstbeginn per Telefon einwählen. Wählen Sie dazu folgende Telefonnummer: 0711/20949900

2) Nach einer automatischen Ansage erst auf deutsch dann englisch werden Sie nach der "Konferenzraumnummer" gefragt. Geben Sie dazu die Nummer 67439 ein und bestätigen Sie Ihre Eingabe mit der "Rautetaste" (#).

Jetzt sind Sie in dem "Telefonkonferenzraum" und können den Gottesdienst mitverfolgen, den wir in der Holzelfinger Kirche feiern. Da die Glocken ca. 7 Minuten läuten, hören Sie bis dahin entweder eingespielte Musik oder es ist anfangs noch still in der Leitung. Haben Sie etwas Geduld.

 

Whatsapp-Impuls

Sport als Ausgleich

Wir möchten einen Whatsapp-Broadcast (zu Deutsch: Sendung, Rundfunk) starten.
Wer sich anmeldet, erhält 1 bis 2 Mal in der Woche einen Impuls über whatsapp und aktuelle Informationen.
Gegen die Resignation – für die Hoffnung. Gegen den Trübsinn des Herzens – für das Licht. Gegen die Angst – für den Glauben.

Das können Bilder, Gedanken, Gebete oder Links zu Videos sein.
Gerne kann diese Info weit gestreut werden, jede/r ist eingeladen, sich anzumelden. Weiter dient dieser Broadcast dazu, dass auch über kurzfristige Änderungen bspw. in Bezug auf Gottesdienste informiert werden kann.

Wie funktioniert die Anmeldung?

Um den Dienst zu aktivieren, gehen Sie bitte wie folgt vor:

  • Zunächst müssen Sie einen neuen Kontakt in Ihr Smartphone hinzufügen.
  • Als aussagekräftigen Namen können Sie beispielsweise Kirchengemeinde Holzelfingen/Ohnastetten verwenden.
  • Fügen Sie nun die Telefonnummer 07129/2245 zu dem Kontakt hinzu (der WhatsApp-Kontakt wurde absichtlich auf eine Festnetznummer eingerichtet).
  • Wenn nun Ihr WhatsApp sich mit Ihren Kontakten synchronisiert hat, senden Sie das Wort "START" per WhatsApp an den Kontakt der Kirchengemeinde Holzelfingen/Ohnastetten
  • Sie erhalten innerhalb von 24 Stunden eine Bestätigung, dass Sie den Dienst abonniert haben.


Um den Dienst zu deaktivieren gehen Sie bitte wie folgt vor:

  • Senden Sie das Wort "STOPP" per Whatsapp.
  • Sie erhalten eine Bestätigung, dass Sie den Dienst nicht mehr abonnieren.
  • Nachdem Sie die Bestätigung erhalten haben, können Sie den Kontakt löschen.

 

Datenschutz

Es handelt sich bei dem Dienst nicht um eine Gruppe, sondern um eine Broadcast-Liste (zu Deutsch: Sendung, Übertragung, Rundfunk). D.h. Sie erhalten Nachrichten nur vom Pfarramt, nicht von dritten.
Die Kontakte werden nicht mit einem Namen gespeichert, sondern mit einem Pseudonym.
Wird das Wort "STOPP" per WhatsApp gesendet, wird der Kontakt aus der Liste entfernt und der Kontakt gelöscht.
Die Mitgliedschaft ist freiwillig und dient lediglich als zusätzlicher Dienst, neben den anderen Mitteilungsmedien.
Ihre Mobilfunknummer verwenden wir ausschließlich für den WhatsApp-Dienst.
Ihre persönlichen Daten, wie die Mobilfunknummer werden nicht an Dritte weitergegeben.
Weitere Informationen erhalten Sie unter: https://www.whatsapp.com/security/

Sonntag, 03. Mai 2020

Jubilate – so ist der Name des kommenden Sonntags. „Jubelt“. Was für ein schönes Motto über einem Sonntag und für eine ganze Woche. Das lenkt in allem, was uns sonst gerade beschäftigt den Blick darauf, wieviel Grund wir doch zum Jubeln haben. Allein ein Blick aus dem Fenster liefert viele Gründe, gerade jetzt wo alles grünt und blüht und so viele Vögel und andere Tiere unterwegs sind. Gott hat uns viele Gründe zum Jubeln geschenkt, denn er ist ein Gott der Freude und des Lebens. Und das in der Sorge, der Eile, der Zeitnot, der Tage, die ohne Sinn zu bleiben scheinen.


„Ich bin der Weinstock und ihr seid die Reben.“ Das sagt Jesus im Evangelium für den heutigen Sonntag. In Johannes 15. Der Weinstock ist ein Symbol für das Leben und die Freude. In den meisten Fällen ist Wein doch etwas, was mit Schönem in Verbindung steht. Mit Feiern, Geselligkeit, gemeinsamen Erlebnissen. So wird es auch an anderer Stelle in der Bibel erzählt.


Gott ist der Weingärtner, Jesus selbst ist der Weinstock und wir sind die Reben, die, um leben zu können, mit ihm verbunden sein müssen. Die Reben am Weinstock, die bringen Frucht, weil der Weinstock sie versorgt. Er versorgt sie mit den notwendigen Nährstoffen, mit Wasser, mit lebensspendender Energie. So kann man in den Reben die Kraft des Weinstocks sehen, erleben und schmecken. Das gilt auch für uns. Wir werden von Jesus mit dem lebensnotwendigen versorgt. Mit Hoffnung fürs Leben, mit Gründen zum Jubeln und mit so vielem mehr. Das macht etwas mit uns. Wir dürfen zum Beispiel, gestärkt von Gottes Kraft anderen liebevoll, offen und aufrichtig begegnen. Sie so sehen, wie Gott sie gemeint hat und nicht, wie die Gesellschaft sie sieht. Wenn er uns Menschen ansieht, dann sieht er in uns seine geliebten Kinder. Daran dürfen wir denken, wenn wir anderen begegnen.


Starten wir in die neue Woche mit Jubel über Gott, der uns liebevoll versorgt und so reichlich beschenkt.

Ihre Pfarrerin Jennifer Berger

Sonntag, 19. April 2020

Der zweite Sonntag nach Ostern ist der „Hirtensonntag“. Es geht um Jesus Christus, der unser guter Hirte ist und uns als seine Schafe umsorgt. Ich – ein Schaf? Dann doch lieber ein anderes Tier: Der Löwe hat seine Kraft, der Gepard seine Schnelligkeit, der Hirsch sein Geweih, die Schlange ihren Giftzahn, der Igel seine Stachel, das Pferd seine Rasse. Das alles hat ein Schaf nicht. Darum gilt es oft als dumm und schwach. Und doch ist es besser dran als alle, denn es hat einen Hirten, der für es sorgt und handelt, das Schaf begleitet und schützt. Schafe müssen nicht kämpfen, sie werden gehütet und versorgt, gepflegt und geweidet, bewacht und geliebt. Der Hirte kennt jedes einzelne Schaf. Er trägt die kleinen und leitet die großen, versorgt die kranken und schont die müden Schafe. - Wohl dem, der ein Schaf ist und einen guten Hirten hat!
In 1. Petrus 2,25 heißt es:

Denn ihr wart wie irrende Schafe;
aber ihr seid nun umgekehrt zu dem Hirten und Bischof eurer Seelen.

Unsere Seele braucht einen Hirten. Mein Kleinmut braucht einen, der trägt. In meiner Schwachheit brauche ich einen, der für mich kämpft. In meinem Zerbrechen einen, der verbindet. In den aufgewühlten Tagen einen, bei dem ich zur Ruhe komme. Wenn alle an mir vorbeisehen, brauche ich einen, der mich ansieht. Wenn alle mich übergehen und verkennen, einen der mich kennt. In der Einsamkeit brauche ich einen, der mich zurück zur Herde bringt. Meine Seele braucht einen, der sie schützt.
Wenn wir auf den 1. Petrusbrief hören, dann merken wir: Seelen waren nie heil. Seelen sind und bleiben verletzlich. Sie brauchen Heilung und Fürsorge. Nicht nur von Seelsorgern, Psychologen und Psychotherapeuten (so gut und wichtig ihre Angebote sind). Unsere Seelen brauchen einen Hirten. Egal, wie viel Hilfe wir für unsere Seele suchen, einer bleibt uns immer: Jesus selbst. Mit seiner Seelenruhe. Mit seiner Einladung, uns Ruhe für unsere Seelen zu geben. Er ist Hirte und Bischof unsere Seelen:

Denn ihr wart wie irrende Schafe;
aber ihr seid nun umgekehrt zu dem Hirten und Bischof eurer Seelen.

In diesem Sinn bin ich gerne Schaf und will kein anderes Tier sein.

Ihr Pfarrer Sebastian Schmauder

05. April 2020

Nichts ist ihr dafür zu kostbar

Predigttext für Sonntag, 05. April 2020 (Palmsonntag): Markus 14,3-9

Diese Frau wagt alles. Sie bricht alle damaligen Tabus: Sie kommt als Frau an den Männer-Tisch. Sie unterbricht eine geschlossene Gesellschaft. Dann setzt sie sich auch noch an den falschen Platz. Am Tisch nimmt man den sozialen Status des Gastgebers ein: Wer am Tisch des Zöllners isst, der wird zum Zöllner. Wer am Tisch des Königs isst, gehört zum Stand des Königs. Sie setzt sich an den Tisch der Frommen. Dabei ist sie offensichtlich eine Sünderin.

Die Frau hat eine Glasflasche bei sich. Darin ist hochprozentiges Nardenöl. Es kommt wohl aus Indien. Vermutlich dient es als Kapitalanlage. Sie durchbricht die geschlossene Reihe der Männer. Sie zerbricht den dünnen Hals der Flasche, damit sie an das kostbare Öl kommt. Sie macht nicht viele Worte. Sie leert das ganze Öl aus. All ihr Erspartes. Nichts ist ihr für Jesus zu kostbar.

Erst mit vorwurfsvollen Blicken, dann mit Getuschel untereinander und schließlich mit offenem Vorwurf wenden sich die anderen, die am Tisch sitzen, an die Frau. Sie überschlagen die Summe im Kopf. 300 Denare. Eine Familie kann von einem Denar einen Tag leben. Die Frau verschwendet also gerade fast einen Jahresgehalt für… - ja, wofür denn? Man hätte besseres damit tun können. Und plötzlich kommen die guten Vor- und Ratschläge: „Man hätte, …“, „Man könnte…“, „Man hätte können…“ Wie charmant sie es tun: „Man hätte das Geld doch den Armen geben können!“ Wie gut es diese Männer doch verstehen, mit dem Besitz anderer zu wirtschaften. Keinem von ihnen fällt ein, dass er vielleicht zu Hause ja auch ein Fläschchen stehen hat, das er verkaufen und den Armen geben könnte…
Ich bewundere diese Frau. Sie hat die bohrenden Blicke der Übrigen in ihrem Rücken gespürt, als sie hereinkam. Sie hat sie gespürt, als sie die Flasche aufbrach. Sie hat sie gespürt, als sie den ersten Tropfen vergoss, und als die Flasche noch halb voll war. Aber die Frau ist keinen faulen Kompromiss eingegangen. Sie hat nicht eingelenkt und gesagt: „die halbe Flasche reicht doch auch.“ Sie hat sich ihre Liebe zu Jesus etwas kosten lassen.

Das, was die Frau tut, ist aber noch mehr als verschwenderische Liebe. Gesalbt werden Könige. Zwei Tage vorher (an Palmsonntag) war Jesus auf einem Esel nach Jerusalem geritten. Man hatte ihn begrüßt mit „Hosianna-Rufen“ und Palmenwedel. Diese Frau macht ernst damit. Es ist ihr Glaubensbekenntnis. Sie bekennt: „Jesus ist mein König!“ Dafür gibt sie alles. Sie braucht dazu keine Worte. Was sie glaubt, das drängt nach Ausdruck.

Jesus lobt das Verhalten dieser Frau. Überall, wo vom Evangelium erzählt wird, wird man an diese Frau denken. Warum? Sie macht deutlich: Wort und Gebärde, Hören und Tun, Kopf und Herz, Verstehen und Vermögen gehören im christlichen Glauben zusammen. Was ich glaube, verlangt nach Ausdruck. Die vor uns liegende Karwoche lädt dazu ein, darüber nachzudenken, was mich mein Glaube kostet.

Herzliche Segenswünsche, Ihr Sebastian Schmauder

 

Idee für Kinder, Jugendliche und Erwachsene

Mit dem Palmsonntag beginnt die Karwoche. Lese dir die Geschichte vom Einzug in Jerusalem in deiner (Kinder-)Bibel durch – oder lass sie dir vorlesen. Male ein Bild, wie Jesus in Jerusalem empfangen wird. Stecke es in eine Folie und pinne es in Holzelfingen an den Pfarrgartenzaun. In Ohnastetten klebe es an die Gemeindehaustüre. Dein Bild lädt dich und die Betrachter ein, darüber nachzudenken, wie sie Jesus empfangen würden. 

 

29. März 2020

Wir sind mit Zukunftshoffnung unterwegs

Predigttext für Sonntag, 29. März 2020 (Judika): Hebräer 13,12-14

Der Hebräerbrief richtet unseren Blick auf die Zukunft:

Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.
Hebräer 13,14

Wer schon einmal umgezogen ist, der weiß, wie viele Dinge man so besitzt. Auch, wenn man meint es sei gar nicht so viel. Am Ende stehen in der alten Wohnung doch eine Menge Kisten mit den eigenen Dingen. Bis die im neuen Zuhause ausgepackt sind, das dauert. Und bis dann das neue Zuhause auch wirklich ein Zuhause geworden ist, dauert es noch länger. Es sind nicht die ausgepackten Kisten, die das ausmachen. Es hängt auch von der Umgebung ab. Von den Nachbarinnen und Nachbarn, von der Infrastruktur der Stadt. In Holzelfingen, Honau und Unterhausen kann man sich wohlfühlen.

Und doch ist Lichtenstein für uns alle nur eine Übergangsstadt. Nicht nur für Zugereiste, wie uns Pfarrerinnen und Pfarrer, sondern für alle. Auch für die Alteingesessenen. Das ist es, worauf uns der Hebräerbrief aufmerksam macht. Wir werden hier nicht für immer bleiben. Die zukünftige Stadt, die kennen wir noch nicht. Sind gewissermaßen auf der Suche nach ihr.

Gerade in Zeiten, wie wir sie jetzt erleben, kann das tröstlich sein. Wir dürfen (relativ) gelassen in die Zukunft blicken, denn die ist unabhängig von Kontaktverboten, von allen wirtschaftlichen Problemen und von Einkaufsmöglichkeiten. Natürlich heißt das nicht, dass an uns Christinnen und Christen alle Sorgen vorbei gehen. Das wäre falsch. Denn für viele von uns ist die jetzige Situation bedrohlich, und uns allen liegt die Zukunft hier in Lichtenstein am Herzen. Aber wir dürfen diese Sorgen voller Gelassenheit sehen. Weil wir uns auf Gott verlassen dürfen, der uns nie allein lässt. In unmittelbarer Zukunft und dann einmal, wenn unser Leben hier auf der Erde zu Ende geht.

Er wird für uns die Suche nach der zukünftigen Stadt übernehmen, denn er hat sie selbst bereitet. Der Weg, den Jesus in seiner Passion gegangen ist, bereitet uns den Weg in diese zukünftige Stadt.
Möge uns dieser Weg Gottgelassenheit schenken in diesen Tagen. Unsere Zukunft steht in Gottes Händen. Die Nahe und die Ferne!

Herzliche Segenswünsche, Jennifer Berger

Ein Lied zum Nachhören finden Sie unter folgendem Link. Denn nicht nur für Fußballfans gilt...

 

Idee für Kinder, Jugendliche und Erwachsene

Gerade kann man nicht viel planen. Wielange man noch zu Hause bleiben muss und die Freundinnen und Freunde nicht treffen darf. Es wird aber wieder anders werden. Überlege Dir, auf was Du Dich in der Zukunft am meisten freust. Es dürfen auch Gedanken sein, die sich nur mit Gottes Hilfe erfüllen lassen – die im ersten Moment vielleicht sogar ein bisschen verrückt klingen. Male ein Bild dazu. Stecke es in eine Folie und pinne esin Holzelfingen an den Pfarrgartenzaun. In Ohnastetten klebe es an die Gemeindehaustüre. Dein Bild macht sicher auch anderen Menschen Hoffnung.

Aktueller Blick auf den Pfarrgartenzaun und die Gemeindehaustüre

 

Wir sind nicht trostlos unterwegs

Predigttext für Sonntag, 22. April 2020 (Lätare): Jesaja 66,10-14

Gott lässt seinem Volk durch den Propheten Jesaja ausrichten: „Ich, Gott, will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet!“ (Jesaja 66,13)

Wie tröstet eine Mutter? Ich muss dabei an jenen Nachmittag bei Freunden denken. Ich bin alleine mit unserem Kleinen unterwegs. Scheinbar plötzlich fängt er an zu schreien. Nichts hilft mehr. Kein Späßemachen. Kein ernstes Wort. Nicht das Tragen auf dem Bauch und nicht das auf dem Rücken. Kein Singen, kein Gutzureden. Nichts. Es gibt nur eine Möglichkeit: Schleunigst heim zur Mutter an die Brust. Kaum ist er dort, ist alles gut. Der Kleine wurde nicht nur satt, er spürte auch: „Jetzt bin ich zu Hause – meine Mutter hat mich nicht vergessen. Hier bin ich geborgen.“

Das Neugeborene, das schreiend in der Wiege liegt, braucht mehr als nur ein warmes Bettchen und eine volle Flasche Milch. Der in die Welt kommende braucht Trost.
Der Mann/die Frau, der mitten im Beruf steht braucht mehr als ausreichend Geld auf dem Lohn-zettel. Der im Leben stehende braucht Trost.
Der Greis, der sterbend eine Hand umklammert, braucht mehr als eine Spritze Morphium. Der aus dem Leben gehende braucht Trost.
Ob in die Welt kommend, in der Welt stehend, oder aus der Welt gehend: Wir brauchen alle Trost. Keiner kann darauf verzichten. Wir sind Geschöpfe, die sich danach sehnen, getröstet zu werden. Gerade in Zeiten von Corona wird uns schmerzlich bewusst, wie trostbedürftig wir sind.

Gut zu wissen, dass es bei Gott Trost gibt: Er hat uns nicht vergessen. Er lässt uns nicht alleine. Ihm können wir sagen, was unser Herz ängstlich mach. Bei ihm sind wir geborgen, wenn um uns herum scheinbar nichts mehr sicher ist. Er ist auch da, wenn die Freunde gerade nicht zu Besuch kommen dürfen. Ein kleines Kind schreit nach seiner Mutter. Wohin gehen wir mit unserer Klage und unserer Bitte in diesen Tagen? Wo suchen wir Trost? Was macht uns satt? Gott ermutigt, dass wir uns an ihn wenden (viele sagen „beten“ dazu). Warum nicht mal ausprobieren? Sein Versprechen gilt auch uns: „Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet!“

Herzliche Segenswünsche, Ihr Sebastian Schmauder

Ein passendes Lied von Christoph Zehendner zum nachhören finden Sie hier.

 

 

Idee für Kinder, Jugendliche und Erwachsene:

Ließ dir nochmal die Bibelstelle oben durch, nimm dazu gerne auch deine eigene Bibel zur Hand und höre das Lied. Dann male ein Bild, schnitze eine Skulptur, mache ein inszeniertes Foto mit deiner Familie/deinen Freunden, oder sei sonst irgendwie kreativ und gestalte das Motto: „Wir sind nicht trostlos unterwegs“.
Dann stecke dein Bild in eine Folie und pinne es in Holzelfingen an den Pfarrgartenzaun (bringe dazu Reißnägel mit), in Ohnastetten klebe es mit Tesa an die Gemeindehaustüre. So vergessen wir in den nächsten Tagen die Farbe nicht.

Aktueller Blick auf den Pfarrgartenzaun